Deutscher Gewerkschaftsbund

Schwerpunkt

Bildung

Investitionsstau auflösen, Arbeitsbedingungen verbessern!

Es heißt zwar immer, Kinder sind unserer Zukunft und Bildung unsere einzige Ressource. Ein genauerer Blick auf die Bereitschaft des Landes, hierfür auch Geld in die Hand zu nehmen, lässt einen zweifeln, ob die Aussagen so ernst gemeint sind. Schulen und Berufsschulen sind zum Teil im baufälligen Zustand. Manch eine muss geschlossen werden, weil sie droht einzustürzen. Das Land muss die Kommunen in die Lage versetzen, hier nachhaltig zu investieren. Dazu müssen die kommunalen Haushalte endlich mit mehr Einnahmen ausgestattet werden.

Der Pflichtstundenanteil der Lehrerinnen und Lehrer wächst seit Jahren ebenso so an, wie die Beratungs- und Betreuungsanforderungen. Dabei sinkt das Interesse junger Menschen an dem Beruf zusehends, da die Bezahlung im Vergleich zur Privatwirtschaft längst nicht mehr Schritt hält. Der Pflichtstundenanteil muss um eine halbe Stunde abgesenkt werden, um eine erste Entlastung zu ermöglichen. Vor allem im Grundschulbereich herrscht, aufgrund der schlechten Bezahlung, ein gravierender Lehrkräftemangel. Deswegen fordern wir, dass Lehrerinnen und Lehrer hier endlich vergleichbar mit ihren Kolleginnen und Kollegen an anderen Schulformen bezahlt werden (Besoldungsgruppe A13 statt A 12).

Bildung muss außerdem von der Kita über die Schulen, bis hin zur beruflichen Bildung und den Hochschulen kostenfrei sein, um echte Chancengleichheit zu ermöglichen.

Mehr Personal und kleinere Gruppen in den Kitas!

Was in der Schule gilt, gilt auch bei der frühkindlichen Bildung. Mit mehr Personal und kleineren Gruppen, kann der Weg für einen Bildungserfolg - unabhängig von Herkunft und Vermögen der Eltern - geebnet werden. Dazu braucht es in Hessen ein flächendeckendes und wohnortnahes Netz von gebührenfreien Angeboten. Die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher muss mehr gewertschätzt und finanziell aufgewertet werden. Dann werden sich auch wieder mehr junge Menschen für diesen Beruf interessieren.

Ganztagsschule für Alle!

Wir brauchen endlich ein flächendeckendes Netz echter Ganztagsschulen. Den von der hessischen Landesregierung vorangetriebenen „Pakt für den Nachmittag“ mit Betreuungsangeboten durch meist tarifungebundene Träger und kaum ausgebildeten Fachkräften lehnen wir als „Mogelpackung“ ab. Nur durch echte Ganztagsschulen kann Inklusion gelingen, nur dann bleibt der Bildungserfolg junger Menschen unabhängig von ihrem finanziellen Hintergrund. Nur durch diese Entlastung können beide Elternteile oder Alleinerziehende bei ihrer Erwerbstätigkeit unterstützt werden. Auch hier ist die nächste Landesregierung gefordert, mehr Geld in die Hand zu nehmen und allen Kindern die gleichen Ausgangsvoraussetzungen zu ermöglichen.

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