AG Antifaschistische Stadtgänge des DGB Frankfurt am Main - Vorstellung und Kontakt

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Unser Ansatz

Wir möchten politisch und geschichtlich Interessierten die Geschichte der Stadt Frankfurt am Main während des Nationalsozialismus näherbringen. Nicht durch Vorträge und Herumsitzen, sondern dadurch, dass wir gemeinsam Orte in der Stadt aufsuchen, an denen sich die Geschichte des Wegs in den Nationalsozialismus, der Vertreibung und Ermordung, aber auch der Gegenwehr und des Widerstands zeigen lässt. Dabei nehmen wir eine Perspektive ein, die nicht historisierend ist, sondern die Geschichte unserer Stadt danach befragt, was sie für politisches und gesellschaftliches Handeln heute bedeutet. Die Auseinandersetzung mit den Bedingungen, die den Nationalsozialismus ermöglichten, gehören genauso dazu wie die Historie der Aufarbeitung der NS-Geschichte von 1945 bis heute.

Eine Arbeitsgruppe mit Geschichte

Die Arbeitsgruppe wurde in den 1960er Jahren von ehemaligen Widerstandskämpfer*innen und Überlebenden der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gegründet, vereint unter dem Dach des Deutschen Gewerkschaftsbunds Frankfurt. Zu dieser Zeit war das Pionier*innenarbeit: Alternative Stadtführungen, zumal zur NS-Geschichte, die es heute in so gut wie jeder Stadt gibt, gab es damals nicht. Ganz im Gegenteil – die Erfahrungen der Gründer*innen unserer Arbeitsgruppe in der Stadtgesellschaft waren eher geprägt von Ablehnung und Verdrängung der damals jüngeren deutschen Geschichte. Es wollten sich viele nicht mit eigener Schuld und Täter*innenschaft im Freundes- und Familienkreis auseinandersetzen. Mitunter prägten Täter*innen in verschiedenen Bereichen des Lebens auch weiterhin die Stadtgesellschaft.

Seit 1979 wurden und werden regelmäßig sowohl Busfahrten als auch fußläufige Stadtgänge in unterschiedlichen Frankfurter Stadtteilen angeboten – mit variablen Längen. Die ehrenamtlichen Begleiter*innen aus der AG sind qualifiziert und erarbeiten beständig neue Ansätze, Zugänge und Stationen. Viele sind auch in anderen gedenkpolitischen Initiativen aktiv und mit anderen städtischen und kommunalen Akteur*innen im Bereich des Gedenkens und Erinnerns vernetzt.

Stadtgänge für alle Interessierten – Unsere Zielgruppen

In der langen Geschichte unserer Stadtgänge zur NS-Geschichte Frankfurts haben wir Demokratiebildung für die unterschiedlichsten Personengruppen gemacht. Ob Senior*innengruppe oder Jugendgruppe, ob Landfrauenverein oder Sportclub, ob Besuchsgruppe aus anderen Ländern oder Einheimische, ob Frankfurter*innen oder Offenbacher*innen – unsere Stadtgänge sind für alle geeignet. Wichtig ist einzig die Lust Neues zu erfahren und mit offenen Augen durch unsere Stadt zu gehen.

Mach mit bei uns in der AG

Wir freuen uns über aufgeschlossene Menschen, die Interesse haben, im Rahmen unserer Arbeitsgruppe mitzuarbeiten und in diesem Rahmen auch selbst antifaschistische Stadtrundgänge anzubieten. Das notwendige Wissen und die erforderlichen Kompetenzen vermitteln wir durch Hospitationen und aktives Mitmachen. Seit einigen Jahren bieten wir in Kooperation mit dem DGB-Bildungswerk Hessen alljährlich einen einwöchigen Bildungsurlaub an, der sich hervorragend für einen Einstieg eignet.

Kontakt für Anfragen

Falls das dein Interesse geweckt hat und du einen Stadtrundgang bei uns buchen möchtest, reicht eine E-Mail mit einer Anfrage mit Wunschzeitraum und Gruppengröße sowie einer Kontakttelefonnummer. Wir melden uns dann zurück.

Wenn Du Lust hast, in der AG mitzuarbeiten und selbst Stadtrundgäng zu begleiten, bist du herzlich willkommen.

Kontakt: stadtrundgang@dgb-frankfurt.de

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