Frau im Homeoffice

Frauen- und Gleichstellungspolitik

Wir setzen uns für echte Parität und den Abbau struktureller Barrieren ein.

Worum geht es?

Gleiches Geld für gleiche Arbeit – ohne Wenn und Aber. Noch immer klafft die Lohnlücke (Gender Pay Gap) in unseren Bundesländern, und Frauen sind überproportional von Altersarmut bedroht. Wir kämpfen für die eigenständige Existenzsicherung von Frauen, den Ausbau bedarfsgerechter Kinderbetreuung und eine faire Aufteilung von Sorgearbeit. Ob bei der Umsetzung des Gewalthilfegesetzes in Hessen oder den Gleichstellungsforderungen in Thüringen: Wir setzen uns für echte Parität und den Abbau struktureller Barrieren ein.

 

Unsere Schwerpunktthemen

Angriffe auf Errungenschaften der Gleichstellung, antifeministische Äußerungen, sexuelle Übergriffe und verbale Attacken gegen Kolleg*innen nehmen sowohl in Betrieben als auch in der Gesellschaft zu. Auf politische Äußerungen von Frauen - egal ob online oder offline - wird sexistisch und herabwürdigend reagiert. Angeblich traditionelle Frauenbilder werden als idealtypisch dargestellt und mit menschenverachtenden, nationalistischen und rechtsextremen Inhalten verbunden. Dieser Normalisierung von Menschenverachtung treten wir überall entschieden entgegen: auf der Arbeit, im Supermarkt und Alltag. Wir wollen eine Welt zu schaffen, in der alle gleichberechtigt, miteinander und ohne Angst leben können. Wir stehen für rund zwei Millionen Frauen in acht Mitgliedsgewerkschaften und setzen uns ein für die Gleichstellung aller Frauen in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. 

Wir streiten für die Rechte von Frauen, die viel zu wenig verdienen und unsichere Arbeitsverträge haben, und für solche in Führungspositionen. Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit, sichere und diskriminierungsfreie Arbeitsumgebungen mit Aufstiegschancen unabhängig von Geschlecht oder der Arbeitszeit sind für uns unumgänglicher Bestandteil eines guten Lebens für alle. Die Anerkennung von Care-Arbeit als ebenso wichtiger Teil des Lebens wie Lohnarbeit ist eine Grundvoraussetzung für Veränderungen, von denen alle profitieren. Dazu braucht es Tarifverträge, die auf Partnerschaftlichkeit beruhen, sichere Arbeitsumfelder, frei von Gewalt und Diskriminierung sowie eine gute Infrastruktur auf der Arbeit, in den Städten und ländlichen Räumen.

Frauen arbeiten häufig viel zu schlecht bezahlt, vor allem in den frauendominierten sozialen und personennahen Dienstleistungen, in Teilzeit und in geringfügiger Beschäftigung. Sie sind viel zu selten in Leitungsfunktionen, etwa als Schichtführerin, Filialleiterin, Oberärztin oder Geschäftsführerin. Gute Arbeitsbedingungen setzen gut ausgebaute und finanzierte, wohnortnahe Betreuungsangebote voraus. Davon profitieren vor allem Frauen, die noch immer den Großteil der Care- und Hausarbeit übernehmen und häufiger (unfreiwillig) in Teilzeit arbeiten müssen, um Ausfälle in der Betreuung aufzufangen. Wir wollen, dass Frauen wirtschaftlich unabhängig sein können, auch wenn sie Mütter sind oder Angehörige pflegen. Und wir wollen, dass Väter sich gleichberechtigt in die Familienarbeit einbringen. 

Gewalt gegen Frauen steht durch die Istanbul-Konvention zunehmend auch im Fokus der Politik. Die Bundesländer arbeiten aktuell daran, das Gewalthilfegesetzes des Bundes landesspezifisch umzusetzen. Diese Prozesse begleiten wir in Thüringen und Hessen. Ebenso beteiligen wir uns an der stetigen Verbesserung der bestehenden Gleichberechtigungs- und Gleichstellungsgesetze. Wir kämpfen dafür, dass alle sicher und gewaltfrei leben können.

 

Aktuelles

DGB: Vergabe- und Tariftreuegesetzes großer Schritt für Gute Arbeit in Hessen - Kritik an verpassten Chancen auf den letzten Metern im Parlament

Gemischte Bewertung des Besoldungs- und Versorgungsanpassungsgesetzes. DGB lehnt Verknüpfung mit Verschlechterungen bei Arbeitszeit ab.

DGB: Jetzt in Ausbildung investieren, um Fachkräfte von morgen zu sichern

Hessische Besoldung: Rudolph: „Endlich Bewegung bei der Besoldung“ – Kritik an möglicher Sparlösung

Tag der Arbeit in Hessen und Thüringen: Rund 26.100 Menschen unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ auf der Straße

Papiere und Downloads

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Ansprechperson

Anna-Maria Boulnois

Frauen- und Gleichstellungspolitik