Arbeitsmarkt im September

Frankfurt/Erfurt, 30.09.2026

Datum

Ordnungsnummer 055

Anlässlich der heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen erklärt der Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Michael Rudolph:

„Angesichts der aktuellen Lage am Arbeitsmarkt ist klar, dass Reformen nötig sind. In den kommenden Jahren werden mehr Beschäftigte in den wohlverdienten Ruhestand gehen, als junge Menschen in den Arbeitsmarkt nachrücken. Klar ist aber auch, dass nicht die Beschäftigten diejenigen sein dürfen, die die Zeche zahlen.“

Die aktuellen Reformdiskussionen gingen teilweise in die völlig falsche Richtung, mahnt Rudolph. „Anstatt die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Menschen länger arbeiten können, soll die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren abgeschafft und die Altersteilzeit praktisch abgeschafft werden.“

Rudolph weiter: „Wer mehr Menschen länger in Beschäftigung halten will, muss bei den Arbeitsbedingungen ansetzen und nicht bei der Rente. Wir können es uns nicht mehr leisten, Menschen aus dem Arbeitsmarkt auszusortieren – sei es, weil sie besonderen Förderbedarf haben oder schlicht Care-Arbeit leisten. Denjenigen die Renten zu kürzen, die früher in Rente gehen, weil sie nicht mehr können, wird jedenfalls keine zusätzliche Arbeitsstunde schaffen. Schon gar nicht wenn die Arbeitsbedingungen schlechter und die Arbeitstage noch länger werden.“

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