DGB-Aktion in Marburg: Klare Kante gegen Sozialabbau bei CDA-Bundestagung

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Rund 5000 Menschen haben am vergangenen Samstag in Marburg gegen Sozialabbau und für einen starken Sozialstaat demonstriert. Anlass war die Bundestagung der Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA), bei der auch Bundeskanzler Friedrich Merz sprach.

Auch der Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) Mittelhessen war vor Ort präsent – mit einer eigenen Aktion unter dem Motto „Mit Macht für die 8! – Gegen Sozialabbau und für Gute Arbeit“ direkt vor dem Erwin-Piscator-Haus.

Ziel war es, mit den Delegierten ins Gespräch zu kommen, sie in ihrem Kurs zu bestätigen und die gewerkschaftlichen Positionen zu den aktuellen Debatten um Sozialstaat, Arbeitszeit und soziale Sicherheit sichtbar zu machen.

Kritik an Sozialstaatsreformen: Beschäftigte im Fokus

Im Mittelpunkt der DGB-Aktion standen die aktuellen politischen Diskussionen rund um eine Reform des Sozialstaats in Deutschland.

Kritisiert wurden insbesondere:

  • Vorschläge zur Aufweichung des 8-Stunden-Tags
  • Einschnitte im Gesundheits- und Pflegesystem sowie bei der Eingliederungshilfe für Behinderte, Kinder und Jugend
  • Debatten zur zukünftigen Ausgestaltung der Rente

Aus Sicht des DGB führen diese Ansätze vor allem zu einer einseitigen Belastung von Beschäftigten. „Das, was wir aktuell erleben, ist ein massiver Angriff auf die Beschäftigten in diesem Land“, betont DGB-Regionsgeschäftsführer Robin Mastronardi. „Die Lasten sollen einseitig verteilt werden – das werden wir nicht akzeptieren.“

Unterstützung durch DGB-Bundesvorstand und ver.di
Unterstützt wurde die Aktion unter anderem von der DGB-Bundesvorsitzenden Yasmin Fahimi sowie der stellvertretenden DGB-Vorsitzenden Elke Hannack. Auch Vertreterinnen und Vertreter von ver.di sowie der anderen DGB-Gewerkschaften machten auf die konkreten Auswirkungen der Reformvorschläge aufmerksam – insbesondere im Bereich Pflege und Gesundheit.

Deutlich wurde: Einschnitte in diesen Bereichen hätten nicht nur Folgen für die Beschäftigten, sondern auch für die Versorgung der Bevölkerung, Teilhabe behinderter Menschen und Chancen benachteiligter Kinder und Jugendlicher.

1. Mai 2026: Für Gute Arbeit und soziale Sicherheit

Die Proteste in Marburg zeigen: Viele Menschen sind nicht bereit, Sozialabbau hinzunehmen.

Für den DGB ist klar, dass die aktuellen Debatten eine breite gesellschaftliche Antwort erfordern. Der Tag der Arbeit am 1. Mai bietet hierfür eine zentrale Gelegenheit.

Der DGB Mittelhessen ruft dazu auf, sich an den Veranstaltungen rund um den 1. Mai 2026 zu beteiligen und gemeinsam ein Zeichen für Gute Arbeit, soziale Sicherheit und einen starken Sozialstaat zu setzen.

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