Konfliktpartnerschaft statt Sozialpartnerschaft?

Die Geduld der Beschäftigten ist am Ende: Wie Deindustrialisierung, Sozialabbau und Tarifflucht Mittelhessen verändern!

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Mittelhessen erlebt derzeit eine tiefgreifende industrielle und soziale Verunsicherung.

Standortschließungen, Stellenabbau, Tarifflucht und Verlagerungen treffen inzwischen zahlreiche Industrie- und Produktionsstandorte in der Region. Mehr als 3.500 Industriearbeitsplätze stehen aktuell unter Druck oder sind bereits verloren.

Was lange wie einzelne Krisenmeldungen wirkte, entwickelt sich zunehmend zu einer strukturellen Zäsur für Mittelhessen. Beschäftigte erleben nicht nur Unsicherheit im Betrieb, sondern gleichzeitig politische Debatten, in denen neue Belastungen fast ausschließlich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer treffen sollen – angeblich zur Sicherung von Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand.

Viele Kolleginnen und Kollegen haben jedoch ein feines Gespür dafür, was gerade passiert: Während Konzerne trotz milliardenschwerer Gewinne und öffentlicher Förderung Standorte schließen oder Beschäftigte abbauen, geraten gleichzeitig soziale Sicherungssysteme, Tarifbindung und Mitbestimmung zunehmend unter Druck.

Die aktuelle Entwicklung betrifft deshalb längst nicht mehr nur einzelne Betriebe. Sie berührt Fragen von wirtschaftlicher Stabilität, demokratischem Vertrauen, industrieller Resilienz und gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Der DGB Mittelhessen warnt deshalb vor einer Entwicklung, die weit über normale Konjunkturschwankungen hinausgeht – und stellt zugleich die Frage, welche Rolle Gewerkschaften in dieser Situation künftig einnehmen müssen.

Viele Beschäftigte erleben derzeit, dass zentrale Grundlagen der sozialpartnerschaftlichen Ordnung zunehmend unter Druck geraten. Dadurch verändert sich nicht der grundlegende Auftrag von Gewerkschaften – wohl aber die Intensität gesellschaftlicher und betrieblicher Auseinandersetzungen um soziale Sicherheit, Mitbestimmung und industrielle Perspektiven.

  • Was passiert gerade in Mittelhessen? 

    Die industrielle Krise ist in Mittelhessen längst konkrete Realität geworden.

    Bei BioNTech in Marburg sollen hunderte Stellen wegfallen – trotz milliardenschwerer Gewinne und massiver öffentlicher Förderung während der Pandemie. Gleichzeitig wurden traditionsreiche Industrie- und Produktionsstandorte wie Continental, Buderus Edelstahl, CSL Innovation, Nexelis, RHI Magnesita oder die Gießerei breyden bereits abgewickelt oder tiefgreifend umstrukturiert.

    An weiteren Standorten laufen Verhandlungen über Stellenabbau, Standortschließungen oder massive Einschnitte – unter anderem bei CSL Behring, Fritz Winter, Cloos, Safran oder Stanley Feinwerktechnik in Lahnau.

    Viele Beschäftigte erleben dabei erstmals, dass selbst profitable oder technologisch moderne Standorte keine langfristige Sicherheit mehr garantieren.

    Besonders alarmierend ist deshalb, dass Tarifbindung, Mitbestimmung und langfristige Standortverantwortung zunehmend unter wirtschaftlichen Druck geraten.

  • Warum sprechen Beschäftigte von Konfliktpartnerschaft? 

    Viele Kolleginnen und Kollegen erleben derzeit eine tiefgreifende Veränderung betrieblicher Beziehungen.

    Während Beschäftigte Unternehmen durch Pandemie, Energiekrise, Inflation und Lieferengpässe getragen haben, erleben sie gleichzeitig Stellenabbau, Tarifkonflikte, Standortschließungen und wachsenden Druck auf Mitbestimmung und Tarifbindung.

    Gerade Konflikte wie bei Stanley Feinwerktechnik in Lahnau verstärken bei vielen Beschäftigten den Eindruck, dass Sozialpartnerschaft zunehmend einseitig aufgekündigt wird.

    Wo profitable Standorte geschlossen, Tarifverträge infrage gestellt oder Beschäftigte zur Verfügungsmasse globaler Renditestrategien werden, entstehen zwangsläufig härtere betriebliche und gesellschaftliche Konflikte.

    Beschäftigte erleben zunehmend, dass wirtschaftliche Risiken kollektiv getragen werden sollen, während Entscheidungen über Standorte, Investitionen oder Tarifbindung immer stärker an kurzfristigen Renditezielen ausgerichtet werden.

    Die wachsende Rede von „Konfliktpartnerschaft“ beschreibt deshalb nicht nur eine Veränderung betrieblicher Beziehungen: Viele Beschäftigte erleben zunehmend, dass wirtschaftliche Unsicherheiten, Standortkonflikte und Debatten über Sozialstaat und Arbeitsrechte Teil einer breiteren gesellschaftlichen Auseinandersetzung sind.

    Dadurch verändern sich auch die Erwartungen an Gewerkschaften – nicht als neue Akteure, sondern als sichtbarer organisierte Interessenvertretung und Gegenmacht in gesellschaftlichen Konflikten.

  • Warum betrifft das nicht nur einzelne Betriebe? 

    Die aktuelle Entwicklung ist weit mehr als eine Ansammlung einzelner Unternehmensentscheidungen.

    Wenn industrielle Substanz verloren geht, geraten langfristig wirtschaftliche Handlungsfähigkeit, technologische Kompetenz, Versorgungssicherheit und gesellschaftliche Stabilität unter Druck.

    Gerade die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig resiliente Lieferketten, regionale Wertschöpfung und strategische Produktionskapazitäten sind. Trotzdem erleben wir derzeit den Rückzug genau jener industriellen Strukturen, die dafür eigentlich unverzichtbar wären.

    Die Krise der Industrie ist deshalb auch eine gesellschaftliche und demokratische Frage.

    Wo Beschäftigte erleben, dass industrielle Arbeitsplätze verschwinden, soziale Sicherheit infrage gestellt wird und politische Gestaltung ausbleibt, wächst häufig das Gefühl gesellschaftlicher Kontroll- und Einflusslosigkeit.

    Industrielle Stärke ist deshalb längst nicht mehr nur eine wirtschaftliche Frage. Sie ist auch Voraussetzung für gesellschaftliche Stabilität, demokratische Handlungsfähigkeit und regionale Zukunftsperspektiven.

  • Warum die Politik jetzt handeln muss 

    Viele Beschäftigte erleben derzeit nicht nur Unsicherheit im Betrieb, sondern gleichzeitig politische Debatten, in denen zusätzliche Belastungen fast ausschließlich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer treffen sollen.

    Längere Arbeitszeiten, Sozialkürzungen oder neue Sparprogramme werden häufig unter dem Deckmantel der Sicherung von Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand diskutiert.

    Konkret geht es dabei unter anderem um Eingriffe in das Arbeitszeitgesetz, Kürzungen beim Krankengeld, Einschnitte im Pflegebudget, Einschränkungen bei Eingliederungshilfen oder Debatten über die zukünftige Ausgestaltung der gesetzlichen Rente.

    Gleichzeitig erleben Beschäftigte, dass Unternehmen trotz öffentlicher Förderung Standorte schließen oder Arbeitsplätze abbauen können, ohne dass langfristige Beschäftigungs-, Tarif- oder Standortbindungen ausreichend abgesichert werden.

    Der DGB Mittelhessen fordert deshalb eine aktive Industrie- und Strukturpolitik, massive Zukunftsinvestitionen, eine Stärkung von Tarifbindung und Mitbestimmung sowie klare politische Leitplanken für öffentliche Förderung und unternehmerische Verantwortung.

    Öffentliche Gelder dürfen nicht länger ohne soziale, tarifliche und beschäftigungspolitische Gegenleistungen vergeben werden.

    Gute soziale Sicherungssysteme, öffentliche Infrastruktur, Mitbestimmung und sichere Beschäftigung sind keine Belastung für wirtschaftliche Entwicklung, sondern zentrale Voraussetzungen für Innovation, Fachkräftesicherung, wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

    Wer Sozialstaat gegen Wettbewerbsfähigkeit ausspielt, verkennt die wirtschaftliche und demokratische Bedeutung sozialer Sicherheit.

  • Was bedeutet das für Gewerkschaften? 

    Die aktuellen Entwicklungen zeigen: Die Zukunft industrieller Beschäftigung, sozialer Sicherheit und demokratischer Mitbestimmung entscheidet sich nicht abstrakt – sondern konkret vor Ort, in den Betrieben und in der politischen Auseinandersetzung.

    Der DGB Mittelhessen wird diese Entwicklungen nicht nur öffentlich begleiten, sondern gemeinsam mit Beschäftigten, Betriebsräten und Gewerkschaften aktiv für industrielle Perspektiven, soziale Sicherheit und demokratische Mitbestimmung eintreten.


Eine umfassende Analyse zur Situation und Debatten zur "Sozialstaatsreform" vom DGB-Geschäftsführer Robin Mastronardi: 

Konfliktpartnerschaft statt Sozialpartnerschaft? Die Geduld der Beschäftigten ist am Ende.

Mehr als 3.500 bedrohte Industriearbeitsplätze zeigen: Mittelhessen erlebt einen tiefgreifenden industriellen und sozialen Umbruch.

Eine umfassende Analyse von Robin Mastronardi, Regionsgeschäftsführer des DGB Mittelhessen


In Mittelhessen brennt die Hütte.

Fast wöchentlich erreichen Beschäftigte neue Hiobsbotschaften: Standortschließungen, Stellenabbau, Tarifflucht, Verlagerungen. Was derzeit in unserer Region passiert, sind längst keine isolierten Einzelfälle mehr. Es ist eine schleichende Deindustrialisierung – mitten im Herzen einer industriell geprägten Region.

Mehr als 3.500 Industriearbeitsplätze stehen aktuell unter Druck oder sind bereits verloren.

Gewinne privatisieren, Risiken sozialisieren

Bei BioNTech in Marburg soll die Produktion eingestellt werden und hunderte Stellen wegfallen – trotz milliardenschwerer Gewinne und massiver staatlicher Förderung während der Pandemie. Für viele Beschäftigte ist das ein Schock. Doch BioNTech ist nicht Ursache der Krise, sondern Ausdruck einer Entwicklung, die sich seit Monaten durch Mittelhessen zieht.

Denn längst geht es nicht mehr nur um einzelne Betriebe oder isolierte Unternehmensentscheidungen. Was wir derzeit erleben, ist eine strukturelle Krise industrieller Beschäftigung.

Besonders sichtbar wird die Widersprüchlichkeit dieser Entwicklung auch bei Zalando: Während der Konzern den Standort in Erfurt trotz millionenschwerer öffentlicher Förderung schließt und dort rund 2.700 Arbeitsplätze gefährdet, entsteht gleichzeitig ein neuer Standort in Gießen mit 1.700 Arbeitsplätzen.

Natürlich sind neue Arbeitsplätze in unserer Region wichtig. Doch wenn Konzerne trotz öffentlicher Förderung Standorte schließen und tausende Existenzen gefährden, stellt sich eine grundlegende Frage: Warum wird öffentliche Förderung noch immer kaum an langfristige Beschäftigungs-, Tarif- und Standortgarantien gebunden?

Denn niemand sollte glauben, dass andere Standorte automatisch geschützt wären. Genau das erleben derzeit viele Beschäftigte: Regionen und Belegschaften werden zunehmend zur Verfügungsmasse internationaler Renditelogiken.

Bereits abgewickelt oder tiefgreifend umstrukturiert wurden traditionsreiche Industrie- und Produktionsstandorte wie Continental, Buderus Edelstahl, CSL Innovation, Nexelis, RHI Magnesita oder die Gießerei breyden. Gleichzeitig laufen an vielen weiteren Standorten Verhandlungen über Stellenabbau oder massive Einschnitte – unter anderem bei BioNTech, CSL Behring, Fritz Winter, Cloos oder Safran.

Wenn Sozialpartnerschaft brüchig wird

Besonders deutlich zeigt sich die Zuspitzung auch beim Konflikt bei Stanley Feinwerktechnik in Lahnau. Während in anderen Stanley-Werken Tarifverträge gelten, kämpfen die Beschäftigten in Lahnau weiterhin um tarifliche Standards und Mitbestimmung.

Viele Kolleginnen und Kollegen haben deshalb zunehmend das Gefühl, dass zentrale Grundlagen der Sozialpartnerschaft unter Druck geraten bzw. seitens der Arbeitgeber aufgekündigt werden. Wer profitable Standorte schließt, Tarifbindung infrage stellt oder Mitbestimmung als Störfaktor behandelt, verschärft zwangsläufig betriebliche und gesellschaftliche Konflikte.

Die Beschäftigten in Mittelhessen leisten hervorragende Arbeit. Sie haben Unternehmen durch Pandemie, Inflation, Energiekrise und Lieferengpässe getragen. Doch immer häufiger erleben sie, dass Loyalität offenbar nur zählt, solange die Rendite stimmt.

Das beschädigt Vertrauen – nicht nur in Unternehmen, sondern zunehmend auch in politische und wirtschaftliche Verlässlichkeit.

Besonders problematisch ist dabei die politische Kurzsichtigkeit dieser Entwicklung.

Resilienz braucht Industrie

Während in der Pandemie umfassend über Versorgungssicherheit, resiliente Lieferketten und wirtschaftliche Souveränität diskutiert wurde, erleben wir nun den Rückzug genau jener industriellen Strukturen, die dafür eigentlich unverzichtbar sind. Ausgerechnet Branchen, die während Corona als systemrelevant galten, geraten nun selbst massiv unter Druck: Pharmaindustrie, Grundstoffindustrie und industrielle Produktion.

Mit der Zerschlagung von Buderus Edelstahl verschwindet beispielsweise die Stahlproduktion in Hessen – obwohl gerade moderne Elektrolichtbogenöfen als zentrale Technologie klimafreundlicher Stahlproduktion gelten.

Wer industrielle Substanz zerstört, vernichtet nicht nur Arbeitsplätze. Er verliert technologische Kompetenz, wirtschaftliche Handlungsfähigkeit, Versorgungssicherheit und langfristig auch gesellschaftliche Stabilität.

Deutschland und Europa sollten sich nicht dauerhaft abhängig machen von globalen Lieferketten, autoritären Regimen oder kurzfristigen Finanzmarktlogiken. Resilienz entsteht jedoch nicht durch Sonntagsreden. Resilienz entsteht durch industrielle Stärke, qualifizierte Beschäftigte, regionale Wertschöpfung, versorgungssichere und bezahlbare Energieversorgung sowie langfristige Investitionen.

Öffentliche Verantwortung statt bloßer Marktlogik

Die Verantwortung dafür tragen zunächst Unternehmen und Konzernzentralen selbst.

Wer von öffentlicher Infrastruktur, qualifizierten Fachkräften und staatlicher Förderung profitiert, trägt auch Verantwortung für Beschäftigte und Regionen.

Doch auch die Politik darf sich nicht länger wegducken.

Deutschland braucht endlich wieder eine aktive Industrie- und Strukturpolitik statt bloßer Standortverwaltung. Es braucht Investitionen in Infrastruktur, Bildung, Forschung, Innovation und Transformation. Es braucht sichere Energiepreise, moderne Verkehrs- und Digitalnetze sowie eine Stärkung von Tarifbindung und Mitbestimmung.

Vor allem aber braucht es klare politische Leitplanken: Öffentliche Förderung darf nicht länger bedingungslos vergeben werden. Wer staatliche Unterstützung erhält, muss Beschäftigung sichern, Tarifbindung garantieren und Standorte erhalten.

Und wir brauchen endlich die Erkenntnis, dass Sozialstaat und wirtschaftliche Stärke kein Widerspruch sind. Wer Sozialstaat gegen Wettbewerbsfähigkeit ausspielt, verkennt die wirtschaftliche und demokratische Bedeutung sozialer Sicherheit.

Wirtschaft entsteht nicht durch Sozialabbau oder Kürzungsfantasien, sondern durch Investitionen, Innovation, Nachfrage, sichere Beschäftigung und gesellschaftliche Stabilität.

Die Beschäftigten dieser Region haben ein Recht auf sichere Arbeit, industrielle Perspektiven und Respekt.

Mittelhessen ist kein Kostenfaktor. Mittelhessen ist Teil der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stärke unseres Landes.

Gewerkschaften als gesellschaftliche Gestaltungskraft und Schutzmacht

Gewerkschaften waren immer mehr als reine Interessenvertretungen in den Betrieben. Tarifpolitik, Mitbestimmung und Organisierung waren stets auch Teil gesellschaftlicher und demokratischer Auseinandersetzungen. Doch die aktuellen Konflikte um industrielle Standorte, Tarifbindung, Sozialstaat und Arbeitsrechte verändern sichtbar die Intensität dieser Auseinandersetzungen. Viele Beschäftigte erleben derzeit, dass diese Konflikte nicht mehr als gemeinsame Gestaltungsaufgaben behandelt, sondern zunehmend entlang von Renditeinteressen und Kürzungslogiken geführt werden.

Dadurch tritt die Rolle von Gewerkschaften als organisierte Interessenvertretung und gesellschaftliche Gegenmacht deutlicher hervor.

Die aktuellen Konflikte zeigen längst: Die Zukunft industrieller Beschäftigung, sozialer Sicherheit und demokratischer Mitbestimmung entscheidet sich nicht abstrakt – sondern konkret vor Ort, in den Betrieben, auf der Straße und in politischen Auseinandersetzungen. Die kommenden Monate werden deshalb entscheidend sein.

Denn die aktuellen Angriffe auf Arbeitsrechte und unsere sozialen Sicherrungssysteme sind keine Naturgesetze. Sie sind politische Entscheidungen – und damit auch veränderbar.

Ob industrielle Perspektiven erhalten bleiben, Mitbestimmung gestärkt oder soziale Sicherheit verteidigt werden kann, wird auch davon abhängen, wie organisiert Beschäftigte, Betriebsräte und Gewerkschaften gemeinsam handeln.

Gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit zeigt sich, wie wichtig starke Gewerkschaften sind: Im Betrieb, in Tarifauseinandersetzungen, in gesellschaftlichen Debatten und bei politischen Konflikten um Sozialstaat, Arbeitsrechte und wirtschaftliche Zukunftsperspektiven. Denn Durchsetzungskraft entsteht nicht von allein. Sie entsteht durch Solidarität, Organisierung und gemeinsame Handlungsfähigkeit.

Die Zukunft dieser Region entscheidet sich nicht allein in Konzernzentralen oder Finanzmärkten. Sie entscheidet sich auch daran, ob Beschäftigte, Betriebsräte und Gewerkschaften bereit sind, industrielle Perspektiven, soziale Sicherheit und demokratische Mitbestimmung gemeinsam zu verteidigen.

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