Kunst, Geschichte und aktuelle Herausforderungen: Woche der Arbeit in Herborn gestartet!

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Die „Woche der Arbeit“ 2026 in Herborn ist mit einem kulturellen Auftakt gestartet: Im Haus der Kirche und Diakonie werden derzeit Kunstwerke von Schülerinnen und Schülern des Johanneum-Gymnasiums präsentiert. Die Ausstellung bildet den Einstieg in eine Veranstaltungsreihe, die seit über zwei Jahrzehnten gesellschaftliche, politische und soziale Themen miteinander verbindet.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die künstlerische Auseinandersetzung mit der Grafikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz. Die Jugendlichen haben ihre Motive im Lithografie-Verfahren umgesetzt und dabei sowohl handwerkliches Geschick als auch eigene Perspektiven eingebracht. Die Arbeiten sind noch bis zum 5. Mai in den Fenstern der Begegnungsstätte zu sehen.

Erstmals wird die Ausstellung zentral an einem Ort gezeigt. In den vergangenen Jahren waren die Werke dezentral in Geschäften der Herborner Innenstadt zu finden. Die neue Präsentationsform schafft mehr Sichtbarkeit und rückt den kulturellen Beitrag junger Menschen stärker in den Fokus.

Die „Woche der Arbeit“ hat ihren Ursprung in arbeitsmarktpolitischen Auseinandersetzungen Anfang der 2000er Jahre. Damals drohten Werksschließungen und der Verlust zahlreicher Arbeitsplätze in der Region. Aus Protest und Solidarität entstand die Veranstaltungsreihe, die bis heute jährlich organisiert wird und verschiedene gesellschaftliche Gruppen zusammenbringt.

Auch heute sind Fragen von Beschäftigungssicherung, wirtschaftlicher Entwicklung und sozialer Gerechtigkeit hochaktuell. Die Veranstaltungsreihe greift diese Themen auf und verbindet sie mit kulturellen sowie zivilgesellschaftlichen Beiträgen.

Neben der Ausstellung umfasst das Programm unter anderem einen ökumenischen Gottesdienst, die zentrale Maikundgebung am 1. Mai mit Demonstration und Familienfest sowie einen historischen Rundgang und eine Abschlussveranstaltung mit politischem Impuls.

Getragen wird die „Woche der Arbeit“ von einem breiten Bündnis aus Gewerkschaften, Kirchen, sozialen Organisationen, Bildungseinrichtungen und der Stadt Herborn. Dieses gemeinsame Engagement unterstreicht die Bedeutung von Solidarität und gesellschaftlichem Zusammenhalt – damals wie heute.

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