Zwischen Disco-Licht und Solidarität!

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Bass, Sonnenuntergang und volle Dachterrasse: Das DGB-Haus wurde bei der diesjährigen Gießener Kulturnacht erneut zu einem der kulturellen Hotspots der Stadt.

Gemeinsam mit dem DJ-Kollektiv „Spulenigel“ verwandelte sich der Dachsaal zur zweiten „Dachcothek“ – inklusive Maibowle, Disco-Lichtern und Blick über die Dächer Gießens. Bereits früh am Abend bildeten sich lange Schlangen vor dem Gebäude. Auch die regionale Presse sprach von der „extravagantesten Tanzfläche der Stadt“.

Doch die Kulturnacht bestand im DGB-Haus nicht nur aus Musik und Party. Begleitend organisierte der DGB Mittelhessen gemeinsam mit seinen Gewerkschaften und Ehrenamtlichen eine Mitmach- und Informationsaktion unter dem Motto: „Mit Macht für die 8! – Gegen Sozialabbau und für Gute Arbeit“.

Mit Glücksrad, Ausstellung, Gesprächen und Bannern wurde das Gewerkschaftshaus als offener gesellschaftlicher Ort sichtbar gemacht. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, um über Arbeitsbedingungen, Arbeitszeit, Mitbestimmung und soziale Sicherheit ins Gespräch zu kommen.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem 200. Geburtstag von Wilhelm Liebknecht. Eine kleine Ausstellung im Foyer verband die Geschichte der Arbeiterbewegung mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen – insbesondere rund um den 8-Stunden-Tag und Angriffe auf soziale Errungenschaften.

Gerade die Mischung aus Kultur, politischer Diskussion und niedrigschwelliger Beteiligung machte den besonderen Charakter des Abends aus. Viele Menschen waren nach eigener Aussage zum ersten Mal überhaupt im Gewerkschaftshaus – und erlebten es nicht als geschlossenen Funktionärsort, sondern als offenen Raum für Kultur, Austausch und Solidarität.

„Gewerkschaftshäuser können mehr sein als Sitzungsräume. Sie sollen Orte der Begegnung, der Debatte – und manchmal eben auch die beste Tanzfläche der Stadt sein“, bilanziert Robin Mastronardi, Geschäftsführer des DGB Mittelhessen. Die Kulturnacht habe eindrucksvoll gezeigt, wie gut Kultur, politische Diskussion und gemeinschaftliches Erleben zusammenpassen. Dies wolle man auch künftig weiter ausbauen.

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