2.000 Menschen gedenken der Opfer und fordern Aufklärung und Konsequenzen

Datum

Ordnungsnummer 22_007

Am Samstagnachmittag demonstrierten 2.000 Personen ihre Solidarität mit den Angehörigen der Opfer und Überlebenden des Anschlags vom 19. Februar 2020. 2 Jahre nach den rassistischen Morden in Hanau hat ein Bündnis verschiedener Jugendorganisationen zu der Demonstration aufgerufen. In Schweigeminuten und Rufen der Namen gedachten Sie der Verstorbenen Ferhat Unvar, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu.

Cetin Gültekin, Bruder des ermordeten Gökhan Gültekin erklärte: “Dem strukturellen Rassismus setzen wir einen strukturellen Antirassismus entgegen, wo immer möglich. In Schulen, in Theatern, auf Fußballplätzen oder bei Gewerkschaftsversammlungen”

Armin Adilovic und Mina Masoud (DIDF Jugend Hanau) sagten in ihrer Rede: “Wir lassen es nicht zu, dass ihre Namen in Vergessenheit geraten, denn vergessene Geschichte, ist Geschichte, die sich wiederholt!”

Ali Yildirim von der Bildungsinitiative Ferhat Unvar forderte “Die Lösung kann nicht nur der Einsatz von Selbstorganisationen sein. Es muss sich strukturell viel ändern. In Behörden, Institutionen, Ministerien und in der Parteipolitik.”

In ihrem gemeinsamen Redebeitrag riefen Schüler*innen aus Hanau dazu auf

“wir junge Menschen müssen Eigeninitiative und Zivilcourage zeigen!”

Elena vom Internationalen Jugendverein (IJV) Hanau machte deutlich, „Aufklärung und Konsequenzen bedeutet für uns, dass die verantwortlichen in Staat und Behörden zur Rechenschaft gezogen werden und dass die Aufdeckung und Zerschlagung von rechten Netzwerken und Strukturen in Polizei, Bundeswehr und den Sicherheitsbehörden konsequent vollzogen wird!“

Mit Beiträgen von:

  • Cetin Gültekin Bruder des ermordeten Gökhan Gültekin,
  • Armin Adilovic und Mina Masoud von der DIDF-Jugend (Föderation Demokratischer Arbeitervereine) Hanau,
  • Ali Yildirim von der Bildungsinitiative Ferhat Unvar,
  • Serpil Temiz Unvar, Mutter von Ferhat Unvar
  • Ein Grußwort von Überlebenden des antisemitischen und rassistischen Anschlags in Halle
  • Eine Schüler:innengruppe aus Hanau,
  • Elena vom Internationalen Jugendverein (IJV) Hanau,
  • Naomi von Fridays for Future Hanau
  • Enissa Amani, Comedian aus Köln,

Kutlu Yurtseven ist Rapper der Microphone Mafia aus der Kölner Keupstraße und hat jahrelang zusammen mit der Auschwitzüberlebenden Esther Bejarano gegen den Faschismus gekämpft hat

Emma von Fridays for Future Hanau und Helen vom Internationalen Jugendverein (IJV) Hanau haben die Veranstaltung moderiert.

Das Bündnis besteht aus der Bildungsinitiative Ferhat Unvar, DGB-Jugend Hanau, DIDF-Jugend Hanau, Fridays for Future Hanau, Grüne Jugend Main-Kinzig-Kreis,  dem Internationalen Jugendverein Hanau (IJV), JUSOS Main-Kinzig, Linksjugend Main-Kinzig, Schüler*innen Initiative Gegen Diskriminierung – Zeichenakademie sowie Schüler*innen der Eugen Kaiser Schule, Karl Rehbein Schule, Kaufmännischen Schulen, Ludwig Geißler Schule, Zeichenakademie

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