Arbeitsmarkt: Sternatz: „Höheres Rentenalter verlängert für viele nur die Arbeitslosigkeit“
Frankfurt, 30.06.2026
„Nach wie vor sind die Probleme auf dem Arbeitsmarkt für ältere Beschäftigte besonders groß. Wer jetzt eine längere Lebensarbeitszeit fordert, ignoriert die Realität auf dem Arbeitsmarkt. Ältere Beschäftigte verlieren häufiger ihren Arbeitsplatz und bleiben deutlich länger arbeitslos.“
In Hessen steigt seit längerem der Anteil älterer Menschen an den Arbeitslosen und insbesondere an den Langzeitarbeitslosen. Sternatz: „Wenn längeres Arbeiten für viele faktisch nur längere Arbeitslosigkeit bedeutet, dann ist eine Anhebung des Renteneintrittsalters nichts anderes als eine Rentenkürzung.“
Statt über ein höheres Renteneintrittsalter zu diskutieren, müsse die Politik die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Menschen gesund und bis zum Renteneintritt erwerbstätig bleiben können.
„Dafür braucht es mehr Investitionen in Weiterbildung und Qualifizierung, gute Arbeitsbedingungen sowie einen wirksamen Arbeits- und Gesundheitsschutz. Nur so erhalten ältere Beschäftigte eine echte Chance, bis zum wohlverdienten Ruhestand im Erwerbsleben zu bleiben“, erklärt Sternatz.
Weitere Informationen sowie die Empfehlungen der DGB-Rentenkommission für die Zukunft der Alterssicherung finden Sie unter: https://www.dgb.de/ rentenkommission/.