„Mit der geplanten Reform des Bürgergelds droht der Tag der Arbeitsmarktzahlen wieder zu einem Tag der Angst vor sozialem Abstieg zu werden. Wir sind weit entfernt von der Massenarbeitslosigkeit der 1990er Jahre, mehr als jede*r fünfte erwerbsfähige Leistungsberechtigte in Hessen arbeitet - über 32.000 sozialversicherungspflichtig. Und dennoch hält die Bundesregierung an einer Reform fest, von der sie selbst weiß, dass sie kaum Einsparungen bringt, aber das Vertrauen in unsere Demokratie nachhaltig untergräbt.“
Mit den geplanten Verschärfungen drohe Menschen der schnelle Abstieg, wenn sie ihren Arbeitsplatz verlieren. Gerade in der aktuellen Lage wäre es richtig, das Vertrauen in den Sozialstaat wieder zu stärken, statt den Betroffenen mit Sanktionen, Leistungskürzungen und dem Verlust aller Ersparnisse zu drohen, so Rudolph.
„Nachdem sich selbst die vollmundigen Versprechen von zweistelligen Milliardeneinsparungen als Luftnummer herausgestellt haben, sollte die Bundesregierung von dem Vorhaben abrücken und stattdessen mit Qualifizierung, Weiterbildung und Hilfsangeboten dafür sorgen, dass mehr Menschen in gute Arbeit finden“, so Rudolph weiter.