PM 040 - 01.07.2025
Arbeitsmarktzahlen Juni: Mindestlohn stärkt Binnenwirtschaft
Frankfurt/Erfurt, 01. Juli 2025
Anlässlich der heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen erklärt der Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Michael Rudolph:
„Die weltweite wirtschaftliche Lage ist weiterhin angespannt. Ein Anspringen der Konjunktur im Außenhandel wird aktuell nicht erwartet – das schlägt sich auch in der Arbeitslosenstatistik nieder. Umso wichtiger ist die Entscheidung, den Mindestlohn schrittweise deutlich auf 14,60 Euro anzuheben. Das stärkt die Binnenwirtschaft und sichert Beschäftigung vor Ort.“
In Thüringen verdienen aktuell etwa 220.000 Menschen weniger als 15 Euro pro Stunde, das ist etwa ein Viertel der Beschäftigten in Thüringen. Von der Anhebung des Mindestlohns auf 14,60 Euro dürften die meisten von ihnen profitieren. In Hessen dürfte ebenfalls ein großer Teil der Menschen im Niedriglohnsektor spürbar profitieren: Laut Daten des Statistischen Landesamtes arbeiteten im Jahr 2024 rund 479.000 Menschen zu Niedriglöhnen in Hessen.
„Der Mindestlohn hat sich als Erfolg erwiesen. Allen Unkenrufen zum Trotz hat er zu mehr Beschäftigung beigetragen. Er ist eine Untergrenze, die den Menschen ein Mindestmaß an Teilhabe sichert und dafür sorgt, dass sich Arbeit lohnt.“