Ausbildungsmarkt in Thüringen schrammt knapp an der Krise vorbei

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Ordnungsnummer 064

„Die Wirtschaftskrise hat auch den Thüringer Ausbildungsmarkt erreicht. Im Vergleich zu anderen Bundesländern sind wir bislang jedoch noch glimpflich davongekommen. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der angebotenen betrieblichen Ausbildungsplätze um 10,9 Prozent zurückgegangen. Das entspricht einem Rückgang von 1.272 Ausbildungsplätzen“, erklärt Sternatz. 

Hinzu kommt, dass von insgesamt 7.779 ausbildungsinteressierten Jugendlichen 654 keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. „Unser Appell richtet sich daher an die Thüringer Arbeitgeber*innen: Junge Menschen brauchen eine verlässliche Perspektive und die Chance auf eine qualifizierte Berufsausbildung. Anstatt sich über die mangelnde Eignung potenzieller Auszubildender zu klagen, sollten die Unterstützungsangebote der Arbeitsagenturen gezielter genutzt und jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben ermöglicht werden. Nur so können zukünftige Fachkräfteengpässe vermieden werden.“

Abschließend nimmt Sternatz auch die Thüringer Landespolitik in die Pflicht. Um die Ausbildungsbedingungen zu verbessern, brauche es mehr bezahlbaren Wohnraum, insbesondere durch den Ausbau von Azubiwohnheimen. „Das Land Thüringen muss dringend eine Richtlinie erlassen, damit die Bundesfördermittel „Junges Wohnen“ endlich genutzt werden können. Die bestehende Benachteiligung der dualen gegenüber der akademischen Berufsausbildung muss beseitigt werden“, fordert Sternatz abschließend.

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