Bundesweite Aktionstage für einen Mietenstopp: Limburger Wohnraum- Bündnis fordert mehr Engagement für bezahlbaren Wohnraum
Vom 3. bis 5. Juli finden bundesweit Aktionstage für einen Mietenstopp statt. Auch für den Landkreis Limburg-Weilburg fordert der DGB, gemeinsam mit einem breiten Bündnis, mehr Engagement für bezahlbaren Wohnraum und einen sofortigen sechsjährigen Mietenstopp.
„Wohnen darf kein Luxus sein – doch genau das wird es in einigen Städten des Landkreises Limburg-Weilburg zunehmend", sagte Viktoria Spiegelberg-Kamens (Vorsitzendes des DGB Limburg-Weilburg). „Die Mieten steigen rasant, während Löhne und Renten kaum hinterherkommen. Energiepreis-Schocks und Inflation verschärfen die Lage für viele Menschen zusätzlich. Die Bundesregierung hat die Chance verpasst, den Mieterinnen mit einem sechsjährigen Mietenstopp Luft zum Atmen zu verschaffen."
Die Zahlen unterstreichen den Ernst der Lage: In den vergangenen zehn Jahren sind die Mieten in Limburg, Weilburg, Weilmünster, Elz und Hünfelden zwischen 54 und rund 70 Prozent gestiegen. In Löhnberg, Hadamar und Waldbrunn haben sich die Mieten in den letzten 10 Jahren im Schnitt verdoppelt. Lag der Quadratmeterpreis in Limburg und Weilburg, im Jahr 2016 noch bei 7 bzw. 5,24 Euro, kostete Anfang 2026 der Quadratmeter bereits 10,47 bzw. 8,5 Euro. „Wenn das so weitergeht, werden immer mehr Menschen aus diesen Städten verdrängt", mahnt Spiegelberg-Kamens.
Ein Mietenstopp allein reicht jedoch nicht aus. Das Bündnis fordert darüber hinaus:
• einen massiven Ausbau von öffentlichem und sozialem Wohnungsbau, die Umsetzung einer neuen Wohnungsgemeinnützigkeit, bei der Unternehmen dauerhaft günstig vermieten und im Gegenzug steuerlich entlastet werden,
• eine wirksame Mietpreisbremse sowie die Ahndung von Mietwucher,
• eine klare Verpflichtung von Kommunen, beim Neubau das Gemeinwohl in den Mittelpunkt zu stellen.
„Wohnen ist ein Grundrecht – keine Ware. Es ist höchste Zeit, dass Bund, Länder und Kommunen wieder Verantwortung übernehmen und preisgünstigen Wohnraum selbst schaffen und sichern", sagte die Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Limburg-Weilburg.
Im Limburger Bündnis für bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum sind folgende Organisationen vertreten: DGB-Kreisverband Limburg-Weilburg, Katholische Arbeiternehmerbewegung Bezirksverband Limburg, Arbeiterwohlfahrt Limburg-Weilburg, Frauenhaus und Beratungsstelle Limburg „Frauen helfen Frauen e.V.“, Deutscher Mieterbund Limburg und Umgebung e.V, Sozialverband VDK Oberlahn.
Quelle: Die verwendeten Daten zur Mietpreisentwicklung stammen aus der empirica Preisdatenbank (VALUE Marktdaten) und bilden Angebotsmieten im Median ab – sie spiegeln die aktuelle Marktdynamik direkter wider als die Bestandsmieten. Weitere Informationen zur Kampagne „Mietenstopp" unter: www.mietenstopp.de