Cubanas y Cubanos – Menschen in Kuba - Fotoausstellung von Frank Rumpenhorst im Gewerkschaftshaus Frankfurt am Main
Wer im Internet nach Bildern aus Kuba sucht, stößt meist auf farbenfrohe Motive: karibische Strände, amerikanische Straßenkreuzer aus den 1950er-Jahren und die bröckelnden Fassaden Havannas, die zugleich morbide aber auch romantisch wirken.
Die Fotografien von Frank Rumpenhorst zeichnen ein anderes Bild. Der Frankfurter Bildjournalist bereiste Kuba im April und Mai 2025 gemeinsam mit einer Delegation von Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern. Während der Reise wurden zahlreiche Gespräche geführt und Betriebe besucht. Dabei zeigte sich eine katastrophale wirtschaftliche Krise, die sowohl auf die jahrzehntelange US-amerikanische Blockade als auch auf strukturelle Probleme im Land zurückzuführen ist. Nicht zuletzt die Einschränkungen der Meinungsfreiheit sowie begrenzte unternehmerische Handlungsspielräume.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Menschen – daher auch ihr Titel „Cubanas y Cubanos“. Die großformatigen Schwarz-Weiß-Fotografien geben Einblicke in Alltag, Arbeitsleben und Freizeit. Sie dokumentieren sichtbare Not und schwierige Lebensbedingungen, zeigen zugleich aber auch den Einfallsreichtum und die Lebensfreude vieler Kubanerinnen und Kubaner in der Krise.
Frank Rumpenhorst, Jahrgang 1957, lebt und arbeitet als Bildjournalist in Frankfurt am Main. Seit Jahrzehnten fotografiert er für Nachrichtenagenturen, Zeitungen und Gewerkschaften. Er studierte Fotografie an der Folkwangschule in Essen und wurde für seine Arbeiten mehrfach ausgezeichnet.
Die Ausstellung ist bis zum 20. August 2026 im Foyer des Gewerkschaftshauses, Wilhelm-Leuschner-Straße 69–77, 60329 Frankfurt am Main, täglich von 8:00 bis 19:00 Uhr zu sehen.