„Der hessische Ausbildungsmarkt kippt. Es gibt weniger Ausbildungsstellen als Ausbildungsplatzsuchende. Die Unternehmen bieten immer weniger Ausbildungsplätze an und werden ihrer Verantwortung bei der Fachkräfteentwicklung nicht gerecht. Statt über mangelndes Interesse junger Menschen an der dualen Berufsausbildung zu klagen, müssen sie ihre Hausaufgaben richtig machen.“
Das Angebot der gemeldeten Ausbildungsstellen ging gegenüber dem Vorjahr um 2.220 auf insgesamt 32.468 zurück. Die ist ein Rückgang um 6,4 Prozent. Gleichzeitig ist die Zahl der Ausbildungsplatzsuchenden gegenüber dem vergangenen Jahr um 4,7 % von 34.658 auf 36.273 gestiegen. Auf 100 freie Ausbildungsplätze kommen 116 suchende junge Menschen. Das ist der schlechteste Wert eines Flächenlandes.
Sternatz: „Gerade in konjunkturell schwachen Zeiten muss investiert werden – das gilt auch für die Fachkräfte von morgen. Wer jetzt nicht ausbildet verstärkt die Effekte des demografischen Wandels.
Obwohl es mehr Ausbildungsplatzsuchende als Ausbildungsplätze gab, blieben laut Bundesagentur für Arbeit im Berichtsjahr 2024/2025 2.854 Ausbildungsstellen unbesetzt.
„Statt über „ungeeignete Bewerbungen“ zu klagen müssen die Arbeitgeber die ausbildungsbegleitenden Hilfen der Arbeitsagenturen stärker nutzen und jungen Menschen eine Chance geben“, so Sternatz abschließend.