DGB Frankfurt gratuliert zur Wahl: „Koalitionsvertrag bietet gute Ansätze – Umsetzung jetzt konsequent anpacken!“
Anlässlich der heute stattgefundenen Wahl gratuliert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Frankfurt am Main den neu gewählten Frankfurter Dezernentinnen und Dezernenten. Der DGB appelliert für eine konstruktive, vertrauensvolle Zusammenarbeit und bietet sich als partnerschaftlicher Begleiter bei der Lösung der anstehenden stadtpolitischen Herausforderungen an. Zugleich bedankt sich der DGB bei den ausscheidenden Regierungsmitgliedern für ihr großes Engagement und die gute Kooperation in der vergangenen Wahlperiode.
Mit Blick auf die anstehende Legislaturperiode richtet der Frankfurter DGB-Vorsitzende Philipp Jacks klare Erwartungen an die neue Stadtregierung. Im Zentrum steht dabei weiterhin die drängende Frankfurter Wohnungsfrage. „Wir leiden in Frankfurt seit vielen Jahren an dramatischem Flächenmangel für Wohnen und Gewerbe, was Menschen und Unternehmen zunehmend aus der Stadt drängt und zu klimaschädlichen Pendelstrecken führt“, betont Jacks.
Der DGB begrüßt, dass wesentliche gewerkschaftliche Forderungen im Koalitionsvertrag stehen. Positiv bewertet der DGB das Bekenntnis zum Bau des „Stadtteils der Quartiere“ sowie zu einer aktiven Bodenpolitik: „Der Ausbau von Konzeptvergaben und die verstärkte Nutzung von Erbpachtverträgen für städtische Liegenschaften – insbesondere der vergünstigte Erbbauzins für gemeinwohlorientierte Wohnprojekte – sind richtige und wichtige Schritte“, so der DGB.
Ergänzend dazu drängt der DGB auf den Ausbau von bezahlbarem Wohnraum für Auszubildende: „Wer Fachkräfte gewinnen, und in der Region halten will, muss jungen Menschen ein bezahlbares Dach über dem Kopf bieten. Die Gründung eines Azubiwerks und die Schaffung von Wohnraum für Azubis muss in der neuen Wahlperiode höchste Priorität genießen.“
Neben der Wohnraumpolitik mahnt der DGB eine aktive Industrie- und Bildungspolitik an. Jacks fordert: „Der Masterplan Industrie muss zügig aktualisiert und konsequent umgesetzt werden, um unsere Stadt als starken Wirtschaftsstandort mit guten Arbeitsplätzen zukunftsfähig zu erhalten.“ Eng damit verknüpft ist die Qualität der beruflichen Bildung. Der DGB pocht auf eine deutlich schnellere Umsetzung der Ertüchtigung der Frankfurter Berufsschulen. „Insbesondere der Bildungscampus West duldet keine weiteren Verzögerungen. Unsere angehenden Fachkräfte haben ein Recht auf würdige Lernorte“, stellt Jacks klar.
Der DGB Frankfurt am Main kündigt an, die Arbeit der neuen Koalition kritisch-konstruktiv zu begleiten und pocht auf eine rasche Umsetzung der formulierten Ziele im Sinne der Frankfurter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.