„Die weiterhin schwierige Lage am Arbeitsmarkt muss uns Sorgen bereiten. Erste Signale deuten zwar auf eine leichte Verbesserung der konjunkturellen Lage hin, doch Entwarnung ist nicht angebracht. Der Mangel an qualifizierten Fachkräften stellt ein großes Risiko für die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung dar, denn gut ausgebildete Beschäftigte sind ihre Grundlage.“
Umso mehr komme es darauf an, dass niemand auf dem Arbeitsmarkt zurückgelassen werde. Dafür seien neben Bildung, Ausbildung und Qualifizierung vor allem gute und gesunde Arbeitsbedingungen notwendig. „Nur so können möglichst viele Menschen am Erwerbsleben teilnehmen.“
Den heutigen Equal Pay Day nimmt Rudolph zum Anlass, um die höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen zur langfristigen Gewinnung und Sicherung von Fachkräften hervorzuheben: „Mehr Beschäftigung entsteht nicht durch schlechtere Arbeitsbedingungen, niedrige Löhne, gesundheitsgefährdende, überlange Arbeitstage oder der Einschränkung von lebensphasengerechten Arbeitszeitmodellen.“
Stattdessen müsse die strukturelle Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt überwunden und die Lohnlücke von 5 Prozent in Thüringen schnell auf null gesenkt werden. „Mehr Arbeit kann nur heißen: Gute Arbeit zu gleichen Löhnen für Frauen. Die Positionierung der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag auf ihrer Klausur ist ein wichtiges Signal. Das macht Mut, dass die Weichen in Thüringen in die richtige Richtung gestellt werden können.“