„Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen zeigen deutlich, dass die Scheindebatten der vergangenen Wochen über Arbeitszeit, Krankheitstage, Überstunden, Teilzeit, Feiertage und vermeintliche Arbeitsverweigerer an der Realität vorbei gehen. Der Arbeitsmarkt bleibt angespannt – auch wenn qualifizierte Fachkräfte mindestens mittelfristig fehlen. Zölle, Unsicherheit, hohe Energiepreise und ein hoher Investitionsbedarf in die Infrastruktur trüben die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung ein. Diese Probleme lassen sich aber nicht lösen, indem Beschäftigte einfach mehr, länger und möglicherweise sogar krank arbeiten.“
Rudolph fordert, arbeitslose Menschen gezielt zu qualifizieren, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt langfristig zu verbessern. Ebenso müsse die Arbeitsverwaltung so ausgestattet werden, dass die konjunkturell schwierige Phase für gezielte Qualifizierung genutzt werden könne.
„Ziel muss es sein, Menschen nicht nur schnell, sondern auch nachhaltig in Gute Arbeit zu bringen. Dafür kann es sinnvoll sein, Abschlüsse nachzuholen und neue Qualifikationen aufzubauen. Die Fachkräfte, die in den nächsten Jahren gebraucht werden, sind genau die Menschen, die heute einen Job suchen“, so Rudolph abschließend.