Frittenmobil-Tour des DGB macht Halt in Bad Hersfeld: Tarifverträge als Schutz in Krisenzeiten

Frankfurt, 20. August 2025

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Ordnungsnummer PM 50

„Die Situation hier zeigt deutlich, wie schnell wirtschaftliche Belastungen Beschäftigte treffen können und wie wichtig ein stabiles Schutznetz ist“, erklärte Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen. Die FilamentFactory ist ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Aktuell sind über 100 der insgesamt 235 Arbeitsplätze von Kürzungen bedroht, unter anderem durch betriebsbedingte Maßnahmen und wirtschaftliche Herausforderungen. Betriebsrat und IG BCE setzen sich intensiv dafür ein, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.

„Wir kämpfen um die Sicherstellung und Erhalt von mindestens 135 Arbeitsplätzen. Zeitgleich ist die Herausforderung hoch, allen, die Ihren Arbeitsplatz betriebsbedingt verlieren, durch einen Sozialplan zukünftige Nachteile auszugleichen und die nächste Zeit zu überbrücken“, betont Frank Sandrock, Betriebsratsvorsitzender von TheFilamentFactory.

Diese Herausforderungen zeigen exemplarisch, wie wichtig Tarifverträge und Mitbestimmung für die Sicherheit der Beschäftigten sind. Sie sorgen dafür, dass Arbeitnehmer*innen fair behandelt werden, an Entscheidungen beteiligt sind und auch in Krisenzeiten Perspektiven behalten. Doch für immer weniger Unternehmen gelten Tarifverträge. Nur noch knapp die Hälfte aller Arbeitnehmer*innen (49 Prozent) sind in einem tarifgebundenen Arbeitsverhältnis. In Hessen profitieren noch 50 Prozent der Beschäftigten von einem Branchen- oder Haustarifvertrag.

„Gerade in Hessen, wo der Strukturwandel viele Branchen vor Herausforderungen stellt, sind solche Instrumente unverzichtbar, um Arbeitsplätze zukunftssicher zu machen und den Standort insgesamt zu stärken“, betont Michael Rudolph. „Nur mit starken Gewerkschaften und flächendeckenden Tarifverträgen können wir gute Arbeit, sichere Einkommen und verlässliche Perspektiven für die Menschen in der Region sichern. Das Frittenmobil steht heute hier nicht nur für eine Portion Pommes, sondern für eine Portion Solidarität – für die Beschäftigten und die Zukunft des Standorts Bad Hersfeld.“

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