„Hart verdient!“ – Gewerkschaften rufen in Frankfurt zum Protest gegen drohenden Sozialabbau auf

Datum

Ordnungsnummer 051

Frankfurt, 23.09.2026

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und seine Mitgliedsgewerkschaften rufen am Samstag, den 26. September 2026, bundesweit zu Protesten auf. Unter dem Motto „HART VERDIENT! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“ gehen die Beschäftigten in 15 Großstädten auf die Straße – auch in Frankfurt am Main.

„Der Sozialstaat ist keine freiwillige Leistung, sondern das Ergebnis der harten Arbeit von Millionen Beschäftigten. Wer Monat für Monat Beiträge zahlt, hat Anspruch auf gute Gesundheitsversorgung, soziale Sicherheit und eine verlässliche Rente“, stellt Michael Rudolph, DGB-Bezirksvorsitzender, klar. Die Gewerkschaften wenden sich entschieden gegen die Reformpläne der Bundesregierung, die massiv zu Lasten der Arbeitnehmer*innen gehen. Die Debatten der vergangenen Monate haben viele Menschen verunsichert. Gleichzeitig braucht die Wirtschaft dringend neue Dynamik. Der DGB warnt davor, dies gegeneinander auszuspielen: Wirtschaftlicher Aufschwung braucht Vertrauen und soziale Sicherheit.

Die geplanten Verschlechterungen treffen die Menschen in drei zentralen Bereichen:

  • Angriff auf gute Arbeit: Die Ausweitung befristeter Jobs auf bis zu vier Jahre und die mögliche Aufweichung des 8-Stunden-Tags auf bis zu 13 Stunden bedrohen die Zukunftsplanung und Gesundheit der Beschäftigten. Zudem bedeutet die geplante Krankschreibung ab dem ersten Tag ein ungerechtfertigtes Misstrauensvotum.
  • Kürzungen bei Gesundheit und Pflege: Geplante Zuzahlungen bei Medikamenten und Zahnersatz sowie der Wegfall des Pflegebudgets verlagern die Kosten einseitig auf die Versicherten. Auch die Aussetzung der Tariftreuepflicht in der Pflege droht die Arbeitsbedingungen massiv zu verschlechtern.
  • Rente:  Die schrittweise Anhebung des Rentenalters auf bis zu 67,5 Jahre und die Streichung der abschlagsfreien Rente nach 45 Arbeitsjahren sind ein direkter Angriff auf die Lebensleistung der Beschäftigten. „Wer 45 Jahre gerackert hat, hat es sich verdient, etwas früher in Rente zu gehen“, so Rudolph.


Der DGB fordert stattdessen echte Strukturreformen: Mehr Investitionen in zukunftsfähige Infrastruktur, eine gesetzliches Rentenniveau von mindestens 50 Prozent sowie eine effizientere Mittelverwendung im Gesundheitssystem. Der DGB Hessen-Thüringen ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich der Kundgebung in Frankfurt am Main anzuschließen und ein starkes Zeichen zu setzen.

Terminhinweis für Medien und Öffentlichkeit:

Was: Kundgebung zum bundesweiten DGB-Aktionstag „Hart verdient!“
Wann: Samstag, 26. September 2026, ab 11 Uhr
Wo: Willy-Brandt-Platz, Frankfurt am Main – Anschließende Demo zum Opernplatz
Wer: Hauptredner: Frank Werneke, Bundesvorsitzender Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di

Weitere Informationen unter: www.dgb-aktionstag.de

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