HART VERDIENT! Über 30.000 Menschen demonstrieren in Frankfurt gegen Sozialabbau
Bei Kundgebungen und Demonstrationen in 15 Städten machten der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften deutlich: Der Sozialstaat ist kein Geschenk, er ist das Ergebnis der Arbeit und Beiträge von Millionen Menschen. Sie dürfen nicht mit weniger Leistung, höheren Kosten und neuen Hürden abgespeist werden, sondern haben Anspruch auf gute Gesundheitsversorgung, soziale Sicherheit und eine verlässliche Rente.
Frank Werneke, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und Hauptredner bei der Kundgebung in Frankfurt, sagte: „Wir fordern von der Bundesregierung echte Reformen statt stupider Spargesetze. Gute Arbeit, ein starker Sozialstaat und eine verlässliche Rente sind keine Belastung, sondern das Fundament für eine gerechte Gesellschaft und eine starke Wirtschaft. Unsere Botschaft ist klar: Was wir uns hart erarbeitet haben, das lassen wir uns nicht nehmen.“
Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen, betonte: „Wir lassen uns nicht zum Sündenbock für wirtschaftspolitische Fehlentscheidungen machen. Wer jeden Morgen aufsteht, dieses Land am Laufen hält und Steuern zahlt, darf am Ende nicht die Zeche zahlen! Unsere Arbeits- und Sozialrechte sind keine Geschenke – die haben wir uns hart verdient! Wer an den Acht-Stunden-Tag oder an unsere Rente nach 45 Beitragsjahren ran will, kriegt unseren entschlossenen Widerstand zu spüren!“
Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften machten zugleich deutlich: Deutschland braucht Reformen und Investitionen für neuen wirtschaftlichen Schwung – aber nicht auf dem Rücken der Beschäftigten.