Demo zum Tag der Arbeit in Frankfurt am Main
1. Mai: DGB-Kundgebung für eine gerechtere Arbeitswelt
Der 1. Mai ist Tag der Arbeit, Maifeiertag und Kampftag der Arbeiterinnen und Arbeiter. Auch in diesem Jahr rufen der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Mitgliedsgewerkschaften zu bundesweiten Kundgebungen auf. Unter dem Motto „Mach dich stark mit uns!” gehen sie mit Gleichgesinnten auf die Straße.
In Frankfurt wird der DGB gemeinsam mit zahlreichen weiteren Organisationen ab 10.30 Uhr von der Hauptwache zur Römer demonstrieren. Dort wird der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Guido Zeitler sprechen. Außerdem ist eine Aktion der DGB-Jugend angekündigt. Live-Musik kommt von der Mainzer Band „Gelinde Gesagt“. Die Begrüßungen übernehmen Oberbürgermeister Mike Josef und der Frankfurter DGB-Vorsitzende Philipp Jacks.
„Es ist gut, dass nun endlich investiert werden soll, aber das muss auch sozial gerecht finanziert werden“, so der Frankfurter DGB-Vorsitzende Philipp Jacks. „Warum werden die öffentlichen Kassen nicht endlich mit dem Geld gestopft, das haufenweise vorhanden ist bei den Superreichen? Laut Bundesrechnungshof ist zum Beispiel der volkswirtschaftliche Schaden durch Steuerhinterziehung 100-mal höher als der Schaden durch Sozialbetrug. Trotzdem wird immer auf die Kleinen geschimpft, und die Großen lachen sich ins Fäustchen. Um dieser Unwucht etwas entgegenzusetzen, gibt es Gewerkschaften und den 1. Mai.“
Neben einem neuen Steuerkonzept, wie es der DGB erarbeitet habe, brauche es nach Ansicht der Gewerkschaften auch faire Löhne und mehr Tarifbindung. Nur so könne die Wettbewerbsgerechtigkeit zwischen Unternehmen hergestellt werden, aktuell würde der Preisdruck an die Beschäftigten weitergegeben.
Im aktuellen Mai-Aufruf schreib der DGB: „Die von den künftigen Regierungsparteien vereinbarten Milliarden müssen jetzt dahin fließen, wo sie dringend benötigt werden: in die Schienen, Schulen, den Wohnungsbau, die soziale Sicherung, die Digitalisierung und den Klimaschutz.“