Zum traditionellen Antikriegstag 2025 ruft dieses Jahr ein breites Bündnis auf. Vom DGB und den beiden großen Stadtkirchen initiiert, unterstützen 15 zivil-gesellschaftliche Organisationen und Parteien den Aufruf. „Damit kommt das Anliegen des Friedens endlich wieder in der Mitte der Gesellschaft an“, freut sich der Frankfurter DGB-Vorsitzende Philipp Jacks.
Der diesjährige Aufruf bekennt sich zum Völkerrecht und setzt sich ein für die friedliche Beilegung der Konflikte in Ukraine, im Nahen Osten, im Sudan und überall auf der Welt, ohne das Recht der Angegriffenen auf Selbstverteidigung infrage zu stellen. Außerdem werden das individuelle Recht auf Wehrdienstverweigerung und die Ächtung der sexualisierten Gewalt als Kriegswaffe hervorgehoben.
„Dass wir uns für den Frieden versammeln, ist ein Zeichen gegen die Hilflosigkeit und die Sprachlosigkeit die um sich greifen, angesichts des Krieges in Europa und vieler schrecklicher Kriege weltweit. In Frieden zu leben ist Menschenrecht, und wir dürfen nicht müde werden, daran zu erinnern.“, so Christiane Moser-Eggs, die Leiterin der katholischen Stadtkirche.
Hauptredner ist Jewgenij Stupin, ein russischer Oppositioneller, der wegen seiner couragierten Position gegen den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine aus Partei und Parlament ausgeschlossen wurde und nach Deutschland flüchten musste. „Frieden erfordert Mut und Entschlossenheit, das Völkerrecht zu verteidigen. Gemeinsam können wir die Stimme für Gerechtigkeit erheben und für eine Welt ohne Gewalt eintreten", sagt Holger Kamlah, der Stadtdekan der Evangelischen Kirche in Frankfurt und Offenbach.
Die Kundgebung wird am 1.9. ab 17 Uhr am Opferdenkmal an der Gallusanlage abgehalten. Anschließend findet um 18:30 Uhr im Kaiserdom das Friedensgebet zur Eröffnung der ökumenischen Aktion Wanderfriedenskerze statt.