Wilhelm-Leuschner-Ausstellung wird im Frankfurter Gewerkschaftshaus wiedereröffnet

Datum

Vernissage am Freitag, 25. September 2026, um 17 Uhr

Zum 82. Todestag Wilhelm Leuschners und im Zeichen des 80. Jahrestags der Hessischen Verfassung wird die von der Wissenschaftsstadt Darmstadt in Kooperation mit der Wilhelm-Leuschner-Stiftung Bayreuth und dessen Kurator Wolfgang Hasibether produzierte Wanderausstellung „Zukunft braucht Erinnerung: Wilhelm Leuschner (1890–1944)“ am Freitag, 25. September 2026 Frankfurter Gewerkschaftshaus wiedereröffnet.

 Die Ausstellung ist in Kooperation mit der DGB Region Frankfurt-Rhein-Main bis zum 27. Februar 2027 im Foyer des Gewerkschaftshauses, Wilhelm-Leuschner-Straße zu sehen. Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr.

 Im Mittelpunkt steht das facettenreiche Leben Wilhelm Leuschners: Gewerkschafter, SPD-Politiker, Innen- und Arbeitsminister des Volksstaats Hessen, Widerstandskämpfer und zentraler Netzwerker des zivilen Widerstands gegen die NS-Diktatur. Die Ausstellung beleuchtet auch seine Bedeutung als Wegbereiter der Einheitsgewerkschaft sowie sein Vermächtnis „Schafft die Einheit!“.

Die Vernissage beginnt um 17 Uhr im Foyer. Es sprechen DGB-Regionsgeschäftsführer und Frankfurter DGB-Vorsitzender Philipp Jacks, Oberbürgermeister Hanno Benz, Schirmherr der Ausstellung, sowie der Frankfurter Oberbürgermeister Mike Josef. Anschließend führt der Historiker und Ausstellungskurator Martin Frenzel durch die Schau. Alle interessierten Bürger*innen sind eingeladen.

Der Regions-Geschäftsführer DGB Rhein Main und Vorsitzende des Frankfurter DGB Philipp Jacks erklärte zur Wiedereröffnung der Wilhelm Leuschner-Schau: „Wilhelm Leuschner war die führende Figur der Gewerkschaftsbewegung in Darmstadt und Südhessen, Wegbereiter der Idee der Einheitsgewerkschaft und Vorkämpfer einer sozialen Demokratie. Frankfurt zählte zu den wichtigsten Stützpunkten in Leuschners deutschlandweitem zivilen Widerstandsnetzwerk. Damit ist diese Ausstellung wie eine Art Heimkehr Wilhelm Leuschners, zurück zu seinen Wurzeln.“

Der Frankfurter Oberbürgermeister Mike Josef würdigt Wilhelm Leuschner als herausragende Persönlichkeit der deutschen Demokratiegeschichte: „Wilhelm Leuschners Biographie zeigt seinen Mut und seine Haltung. Als Gewerkschafter, Demokrat und Widerstandskämpfer hat er Verantwortung übernommen und sich für die Verteidigung der Demokratie in ihrer dunkelsten Stunde eingesetzt. Dieser Einsatz für Freiheit, soziale Gerechtigkeit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt bleibt uns Verpflichtung und dient als Vorbild. Diese Ausstellung trägt dazu bei, sein Wirken lebendig zu halten und seine Haltung gerade für kommende Generationen erfahrbar zu machen.“

Oberbürgermeister Hanno Benz, Schirmherr der Darmstädter Wilhelm-Leuschner-Ausstellung, sagte zur Eröffnung: „Wilhelm Leuschner war und ist als Demokrat, Brückenbauer und Widerstandskämpfer ein wegweisendes Vorbild für Zivilcourage, Mut und aufrechten Gang. Er verband pragmatisches Handeln für Gemeinwohl, Freiheit und Demokratie mit visionärem politischem Weitblick. Diese Ausstellung zeigt den ganzen Leuschner und bietet politische und historische Demokratiebildung für alle.“

Ergänzend veranstaltet der DGB Frankfurt eine Vortragsreihe. Den Auftakt bildet am 27. Oktober 2026 Wolfgang Hasibether, Vorsitzender der Wilhelm-Leuschner-Stiftung, mit dem Vortrag „Wer war Wilhelm Leuschner? Ein Kämpfer für Demokratie, Freiheit und Sozialstaat“. Am 23. November 2026 spricht die Historikerin, Journalistin und Buchautorin Ruth Hoffmann über „Das deutsche Alibi: Mythos Stauffenberg-Attentat. Warum Wilhelm Leuschners Widerstandsnetzwerk wenig bekannt ist.“ Zum Abschluss referiert der Darmstädter Historiker Martin Frenzel am 2. Dezember 2026 über „Wilhelm Leuschner und seine Weggefährten. Wie der Brückenbauer und Netzwerker ein deutschlandweites Netzwerk schuf“. 

Beginn ist jeweils um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

Schulklassen-Rundführungen sind auf Anfrage möglich: frankfurt@dgb.de oder martin.frenzel@darmstadt.de. Weitere Informationen: www.frankfurt.dgb.de.

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