WSI-Erwerbstätigenbefragung: Betreuungsausfall trifft mehr als die Hälfte der beschäftigen Eltern

Frankfurt, 16. Februar 2026

Datum

Ordnungsnummer PM 007

„Was viele Eltern erleben, bestätigt erneut die WSI-Erwerbstätigenbefragung: 54 Prozent der befragten Eltern waren 2025 mit einem kurzfristigen Ausfall der Kinderbetreuung konfrontiert. Vor diesem Hintergrund erscheinen die aktuellen Debatten über die Abschaffung des Acht-Stunden-Tages und die Einschränkung des Rechts auf Teilzeit realitätsfern und geradezu grotesk. Beschäftigte mit kleinen Kindern brauchen flexiblere und nicht längere Arbeitszeiten.“

Viele berufstätige Eltern könnten unter diesen Bedingungen nicht verlässlich planen. Besonders betroffen seien Frauen, die weiterhin einen Großteil der Sorgearbeit übernehmen. „Unter solchen Voraussetzungen überlegen sich viele Frauen zweimal, ob sie eine Erwerbstätigkeit aufnehmen oder ihre Arbeitszeit ausweiten können“, so Rudolph.

„Wer will, dass mehr Menschen Vollzeit arbeiten, muss die notwendigen Rahmenbedingungen dafür schaffen. Ein wesentlicher Baustein ist dabei eine verlässliche und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung. In Hessen braucht es dafür deutliche Investitionen in den Ausbau der Betreuungsangebote -insbesondere durch ausgebildete Fachkräfte“, erklärt Rudolph.

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