Arbeiten bis zum »Sozialverträglichen Ableben«?

20.08.2026 von 17:00 - 18:00

Marktplatz Alsfeld

Wie lange sollen Beschäftigte eigentlich noch arbeiten – pro Tag und bis zu welchem Alter? Mit einer symbolischen Aktion auf dem Marktplatz in Alsfeld setzt der DGB-Kreisverband Vogelsberg ein Zeichen gegen aktuelle Angriffe auf Rente, Arbeitszeit und soziale Sicherheit.

Die Vorschläge zur Zukunft der gesetzlichen Rente sehen unter anderem vor, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren infrage zu stellen und das Renteneintrittsalter schrittweise weiter anzuheben. Gleichzeitig wird über einen stärkeren Ausbau kapitalgedeckter Elemente diskutiert. Für den DGB ist klar: Die Alterssicherung der Beschäftigten darf nicht von Entwicklungen an den Finanzmärkten abhängig gemacht werden.

Doch nicht nur bei der Rente drohen Verschlechterungen. Auch das Arbeitszeitgesetz und der Acht-Stunden-Tag geraten zunehmend unter Druck. Eine Umstellung von der täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit könnte deutlich längere Arbeitstage ermöglichen. Gleichzeitig werden tarifliche Errungenschaften wie die 35-Stunden-Woche immer wieder infrage gestellt.

Wer länger und immer intensiver arbeiten soll, zahlt am Ende mit seiner Gesundheit. Gute Arbeit bedeutet deshalb auch: verlässliche Arbeitszeiten, ausreichende Erholung und eine Rente, von der man nach einem langen Arbeitsleben gut leben kann.

Mit der Aktion in Alsfeld wollen wir sichtbar machen, wohin die aktuellen Debatten führen können – und gemeinsam deutlich sagen: Wir wollen nicht arbeiten bis zum Arbeiten »Sozialverträglichen Ableben«!

📍 Marktplatz Alsfeld
📅 Donnerstag, 20. August 2026
🕔 17:00 Uhr

Der DGB-Kreisverband Vogelsberg lädt alle Interessierten herzlich ein, sich an der Aktion zu beteiligen.