Hoppla, wir sterben! – Rheinmetall: Eine deutsche Geschichte
Krieg und Kapitalismus – ein eng verknüpftes Trauerspiel.
Mit „Hoppla, wir sterben! – Rheinmetall: Eine deutsche Geschichte“ nimmt die S.K.E.T. – Schnelle Kulturelle Eingreiftruppe des Theater X Berlin die Geschichte eines der größten deutschen Rüstungskonzerne in den Blick. Das Stück erzählt von rund 150 Jahren Rüstungsproduktion, Militarisierung und Krieg – aber auch von den Menschen und Bewegungen, die sich dagegen aufgelehnt haben.
Ausgangspunkt ist ein berühmter Satz des Schriftstellers und Revolutionärs Ernst Toller: Nach dem Ersten Weltkrieg und der gescheiterten Revolution von 1918 schrieb er „Hoppla, wir leben!“. Hundert Jahre später antwortet S.K.E.T.: „Hoppla, wir sterben!“
In einer Zeit, in der erneut über „Kriegstüchtigkeit“, Wehrpflicht und massive Aufrüstung diskutiert wird, fragt die Inszenierung nach den Verbindungen von Krieg, Kapitalismus und Militarisierung – und danach, welche gesellschaftlichen Alternativen möglich sind. Die Geschichte von Rheinmetall wird dabei nicht als trockener historischer Rückblick erzählt, sondern mit den Mitteln politischen Theaters: Living Newspaper, Comictheater, Musiktheater und Ensemblekabarett treffen aufeinander.
Termine
Samstag, 12. September 2026, 20:00 Uhr
Sonntag, 13. September 2026, 18:00 Uhr
Waggonhalle Marburg
Rudolf-Bultmann-Straße 2a
35039 Marburg
Dauer: ca. 90 Minuten
Sprache: Deutsch
Empfohlen ab: 12 Jahren
Eintritt
Vorverkauf: 15 Euro zzgl. Gebühren
Abendkasse: 23 Euro
Begleitausstellung: Zwangsarbeit bei Rheinmetall
Begleitend zu beiden Aufführungen ist jeweils von 16:00 bis 20:00 Uhr in der Alten Kantine der Waggonhalle eine Ausstellung zur Zwangsarbeit bei Rheinmetall zu sehen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem das KZ-Außenlager Tannenberg und die Geschichte der Zwangsarbeit im niedersächsischen Unterlüß.
Die Theateraufführung und die Begleitausstellung sind Teil der Veranstaltungen rund um den Antikriegstag 2026. Sie verbinden historische Erinnerung mit den aktuellen Auseinandersetzungen um Aufrüstung, Militarisierung und die Frage, wie Frieden und gesellschaftliche Sicherheit gestaltet werden können.
Veranstalter: DGB-Kreisverband Marburg-Biedenkopf und Marburger Bündnis „Nein zum Krieg!“