Veranstaltungsdetails

Workshop: Israelbezogener Antisemitismus & globale Konflikte

28.08.2026 von 17:00 - 21:00

Gewerkschaftshaus Frankfurt, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77

Das antisemitische Pogrom am 7. Oktober 2023 hatte globale Auswirkungen. Darauf folgte ein zerstörerischer Krieg zwischen Israel und dessen Verbündeten, den USA, auf der einen Seite sowie der Hammas, dem Iran und seinen Unterstützern auf der anderen Seite. Parallel dazu stieg Antisemitismus weltweit massiv an, offene Angriffe auf Jüdinnen*Juden, jüdische Einrichtungen und Gedenkorte häuften sich.
In diesem Kontext ist eine gesellschaftliche Debatte entbrannt, inwieweit dieser offene Antisemitismus auf die propalästinensische Bewegung und auf die Friedensbewegung zurückzuführen sind. Vielfach geht es um die Frage nach dem Unterschied zwischen israelbezogenem Antisemitismus und legitimer Kritik am Vorgehen des israelischen Staates.
Die Debatte über die Zunahme von israelbezogenem Antisemitismus hat seit längerem auch in den DGB-Gewerkschaften Einzug gehalten. Insbesondere nachdem auf 1. Mai-Demonstrationen oder solchen der Friedensbewegung, zu denen auch der DGB und seine Gewerkschaften aufriefen, wiederkehrend Parolen gerufen oder Plakate gezeigt wurden, die wir zum Teil als höchst problematisch erachten. Deswegen wollen wir uns mit dieser Thematik im Rahmen eines Workshops auseinandersetzen. In diesem Workshop wollen wir uns anschauen, wie die Übertragung traditioneller antisemitischer Narrative und Bilder auf Israel funktioniert und wie dadurch Antisemitismus reproduziert und gefestigt wird. Wir wollen uns aber gleichzeitig auch mit den Bereichen beschäftigen, in denen sich diese Narrative und Kritik an Israel oder die Verteidigung von Frieden und Menschenrechten vermischen und uns die Frage stellen, wie wir für diese wichtigen Werte einstehen und gleichzeitig wirksam Antisemitismus bekämpfen können.


Als Referent konnten wir Bijan Razavi gewinnen. Bijan hat in Gießen Politikwissenschaften und Geschichte studiert und in den vergangenen Jahren für die Kurdische Gemeinde Deutschland und die Bildungsstätte Anne Frank gearbeitet. Seine Themenschwerpunkte sind Antisemitismus, Rassismus, Rechtsextremismus und Iran. Aktuell studiert er im Master Politik und Wirtschaft des Nahen und Mittleren Ostens in Marburg.


Der Workshop richtet sich ausschließlich an Mitglieder der DGB-Gewerkschaften. Anmeldeformular bitte bis zum 21.08.2026
zurücksenden an: hessen-thueringen@dgb.de


Hinweis: Wir erwarten von allen Teilnehmenden eine Offenheit gegenüber oben genannten Fragen und vor allem einen respektvollen Umgang mit den Teilnehmenden des Workshops.
Veranstalter: Arbeitskreis Antisemitismus im DGB Hessen-Thüringen

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